Deutschland Gastronomie

In Deutschlands Gastronomie wächst das Interesse an Nachhaltigkeit, Bio, und Fairtrade-Produkten

Da die Tochter der Gourmet Selection, die Gourmet Discovery, zum ersten Mal in Deutschland am 13. Und 14. Juni stattfindet, werfen wir einen Blick auf die Verbrauchertrends in Deutschland! Bio-Produkte, kurze Lieferketten, Nachhaltigkeit und Fairtrade sind hierzulande sehr beliebt. Dahingegen steht vegane Ernährung nicht auf dem Speiseplan der Deutschen.

In Deutschland ist die Gourmet Discovery der jüngste Zuwachs im Feinkostbereich. Die Messe wird von COMEXPOSIUM veranstaltet, das auch die Gourmet Selection Messe organisiert, und findet erstmalig in Deutschland statt – und zwar in einem komplett restaurierten historischen Lagerhaus in Hamburg! Bei dieser ersten Edition am 13. und 14. Juni werden 150 Aussteller und 1.500 Besucher erwartet.

Die Gourmet Discovery kommt der hohen Nachfrage an Feinkostprodukten in Deutschland entgegen. Was sind also die größten Trends auf dem deutschen Gastronomiemarkt?

Aus einer von Quantilope im Oktober veröffentlichten Studie, die mit 552 Verbrauchern in Deutschland durchgeführt wurde, haben sich folgende Top-Foodtrends ergeben: Bio, regionale oder lokale Erzeugnisse und Fairtrade.

Kurze lieferketten sind besonders gefragt

Etwa zwei Drittel der Befragten gaben an, mit diesen Trends vertraut zu sein (siehe Tabelle unten). Regionaler oder lokaler Anbau ist das bekannteste Konzept im Alltag: 34 % der Befragten bauen es bereits in ihren Alltag ein, wohingegen 15 % der Befragten planen, ihre Einkäufe auf kurze Transportwege auszurichten.

28 % der Befragten sind mit dem Bio-Trend vertraut und weitere 18 % wollen auf den Zug aufspringen. Die Hälfte aller Befragten kennen das Konzept der nachhaltigen Produktion und 21 % gaben an, dass sie es bereits anwenden. Weitere 13 % erwägen Nachhaltigkeit mehr in ihren Alltag zu integrieren.

Auch der Fairtrade-Trend hat bereits in 20 % der deutschen Haushalte Einzug erhalten. Überraschend ist allerdings, dass sich nur 8 % der Deutschen vegan ernähren, obwohl der Trend rund 26 % der Befragten bekannt ist.

Deutschlands babyboomer spüren die auswirkunger des konsums stärker

Unter dem Dach der Art-déco Markthalle in Stuttgart findet sich das Beste aus der Gastronomie der baden-württembergischen Landeshauptstadt

©LC/Cleverdis

LC/Cleverdis

Die Studie zeigt außerdem, dass die Generation Babyboomer (geb. zwischen 1946 und 1964) am meisten auf die Auswirkungen ihres Lebensmittelkonsums achtet. Bio-Produkte stehen mit 23 % ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. Zusätzlich ist jeder Fünfte offen für den Nachhaltigkeitstrend. Am offensten sind die Babyboomer für regionale Landwirtschaft und fairen Handel

Im Generationenvergleich haben Bio-Produkte, nach Babyboomern, mit 19 % das größte Potenzial bei der Generation X, mit 15 % bei den Millennials und mit 13 % bei der Generation Z. Letztere sehen im fairen Handel mit 17 % das größte Potenzial, während Millennials auf den Trend der kurzen Transportwege sowie Bio-Produkte aufspringen.

Die Deutschen assoziieren Regionalität und Nachhaltigkeit oft mit impliziten Wünschen, also mit unbewussten Assoziationen, die Konsumentenentscheidungen beeinflussen. Mithilfe dieser “impliziten” Messmethode konnten wir feststellen, dass die meisten Deutschen Lebensmittel mit “lokaler Herkunft”, “Bio”, “Bauernhof” und “Nachhaltigkeit” verbinden. Die Verbreitung und das Interesse an diesen Konzepten zeigen, dass Umweltbewusstsein und Verantwortung für die Gesellschaft den Verbrauchern in Deutschland besonders wichtig sind.